Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium / Tango & Tanzfeste

Running Late

… war der Titel des diesjährigen literarischen Abitur-Textes (zip). Das dritte Composition-Thema lautete: „What might happen next? Continue telling the story.“

Hier die tolle Fortsetzung meiner Schülerin Carina Urban (Klick zum Vergrößern):

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  1. Schülerin

    Interessant, was in anderen Bundesländern als lang gilt.

    Ich hätte gedacht, dass das zu kurz ist. In den Klausuren dieses Jahr (Klasse 11 – Englisch LK – ja, wir haben noch LKs) habe ich immer innerhalb einer Doppelstunde über 1000 Wörter geschrieben. Bis auf manchmal bei der Zusammenfassung haben wir auch nie ein Wörterlimit.

    Meine Klausuren sind schon überdurchschnittlich lang (in allen Fächern), aber alle Leute, die ich kenne, die relativ gute Klausuren schreiben, schreiben so 600 -800 Wörter. Und im Abi ist das ja nochmal mehr, da hat man ja auch mehr Zeit..

    Und ich dachte auch immer, dass man Abiklausuren nicht veröffentlichen darf (bzw. wir Schüler sie nicht einmal sehen dürfen).

    • > Ich hätte gedacht, dass das zu kurz ist.

      Stimmt, ich bin ja auch ganz unglücklich über unsere bayerischen „about 200 to 250 words“. Ich fände „about 600 words“ angemessen.

      > Und ich dachte auch immer, dass man Abiklausuren nicht veröffentlichen darf.

      Der Stark Verlag veröffentlicht die auch regelmäßig.

  2. Oh, darfst du Abitexte im Netz veröffentlichen? Mit Namen? Wir dürfen die den Schülern hier in Bremen nicht mal mitgeben, nur auf Anfrage zeigen.
    Aber der Text ist schön. Eine meiner Schülerinnen hat auf dem Niveau einer englischen Studentin geschrieben, war total gerührt und werde mal versuchen ihr ein bezahltes Praktikum in London zu verschaffen.

    • > Oh, darfst du Abitexte im Netz veröffentlichen? Mit Namen?

      Ich habe meine Schülerin vorher natürlich gefragt, ob ich ihren Namen nennen darf.

  3. Schüler

    Schöne Fortsetzung mit tollen Twists, jedoch ist die Bearbeitung nicht etwas zu lang geraten? Mein Lehrer meinte, dass es auf jeden fall Abzug gibt, wenn wir mehr als 270 Wörter haben..

    • > ist die Bearbeitung nicht etwas zu lang geraten?

      Stimmt, sie ist lang, aber nicht ZU lang. 😉

      Meine Schüler wissen, dass ich es fast für unmöglich halte, mit diesen läppischen „about 200 to 250 words“ einen vernünftigen Aufsatz zu schreiben. Eine Wortlänge von „ca. 400 – 500 words“ (wie in vielen anderen Bundesländern üblich) ist da m.E. viel sinnvoller. Entsprechend bin ich auch bei kreativen Aufgaben tolerant. Ich halte auch nichts davon, ab 270 Wörtern Punkte abzuziehen.

      • Schüler

        Leider sind nicht alle Lehrer so tolerant wie Sie. Vor allem nicht meine…ha ha.
        Ich hätte noch eine kleine off-topic Frage zu der Aufgabenstellung des literarischen Textes. Es war ja die Frage, welcher Narrator hier vorliegt und es war doch ein limited 3rd person narrator oder irre ich mich da? Denn einige Mitschüler meinten, dass es ein omniscient 3rd person narrator war, jedoch ist dies meiner Meinung nach falsch. Und zur zweiten Frage, welche Strategien Dana entwickelt hat, dachte ich mir, es wäre lip-reading und analyzing of mimic and gestures. Jedoch wurde dies wieder von meinen Mitschülern widerlegt, denn sie meinten, dass Dana nur die Strategie der Analyse der Mimik und Gestik des Polizisten benutzt hat, weil sie in lip-reading nicht sonderlich erfolgreich ist. Tschuldigung für den langen Text, aber meine Mitschüler können einen ziemlich verrückt machen und meine Lehrer wollen sich dazu nicht äußern.

        • > es war doch ein limited 3rd person narrator oder irre ich mich da?

          Nein, du hast recht. Alles wird ausschließlich aus Danas Perspektive erzählt.

          > dachte ich mir, es wäre lip-reading und analyzing of mimic and gestures.

          Auch hier hast du Recht. Die Frage ist ja nicht, wie erfolgreich ihre Strategien sind, sondern lediglich welche sie anwendet bzw. entwickelt hat.

          Die Meinung deiner Mitschüler beruht übrigens m.E. auf einer Fehlinterpretation von ll. 16-17. Sie nehmen die absurden Beispiele („sun in the sky?“, „square root“) wörtlich und denken, dass Dana diese Fragen ernsthaft in Erwägung zieht. Das tut sie m.E. aber gar nicht, sie macht sich vielmehr über die Situation und vor allem den „cop“ lustig. Sie hält ja ihm ja schon „license and registration“ unterwürfig („in supplication“ 14) hin, d.h. sie weiß schon worum es geht (vgl. auch „And she did know“ 18). Seine Lippen „[were] flapping“ (15). Dieses Wort verwendet man häufig im Zusammenhang mit Segeln: The sails were flapping in the wind. Oder auch: The bird flapped its wings. Auf alle Fälle ist es ein witziges Bild, wenn seine Lippen mit Segeln oder Flügeln verglichen werden. Also sind „sun in the sky?“ und „square root“ Ausdruck ihres (selbst-ironischen) Humors und KEIN Beleg dafür, dass ihre „lip-reading strategy“ nicht erfolgreich sei.

  4. Sabine

    Brava! Der Schluss ist toll.

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