Als ers­tes soll­test du dir den Text (wie bei den Ques­ti­ons on the text) zwei­mal durch­le­sen. Beim ers­ten Durch­gang geht es wie­der dar­um, einen Gesamt­über­blick zu bekom­men („Wor­um geht’s über­haupt?“). Beim zwei­ten Lesen soll­test du ihn auch im Detail ver­ste­hen und die Struk­tur des Tex­tes ana­ly­sie­ren: Wor­um geht es in den ein­zel­nen Absät­zen? Wie wird argu­men­tiert? Was ist der rote Faden? usw.

Als nächs­tes liest du die Auf­ga­ben­stel­lung und ana­ly­sierst auf wel­che Text­pas­sa­gen sich die ein­zel­nen Punk­te bezie­hen. Ent­spre­chen­de Pas­sa­gen kannst du (wie­der wie bei den Fra­gen) mit Text­mar­ker mar­kie­ren oder mit Zei­len­num­mern notie­ren. Dabei über­legst du dir auch gleich, wie du die ent­spre­chen­de Pas­sa­ge ins Eng­li­sche über­set­zen bzw. zusam­men­fas­send para­phra­sie­ren könn­test. Ach­tung: In dei­nem Ziel­text soll­te nichts auf­tau­chen, nach dem nicht expli­zit gefragt ist bzw. was expli­zit aus­ge­schlos­sen wur­de. Je nach Leh­rer kann dies zu Punkt­ab­zug füh­ren.

Als letz­tes schaust du dir die „kom­mu­ni­ka­ti­ve Ein­bet­tung“ an und ana­ly­sierst, ob sie Kon­se­quen­zen für Spra­che, Inhalt und Form hat. Kei­ne Sor­ge, nor­ma­ler­wei­se hat sie KEINE kon­kre­te Aus­wir­kung auf dei­nen Text. In den letz­ten Jah­ren hat­ten wir im baye­ri­schen Abitur fast nur noch arti­cle for school maga­zi­ne bzw. arti­cle for school web­site. Wie bei den Fra­gen und beim Auf­satz soll­test du dar­auf ach­ten im „neu­tra­len“ Regis­ter (= Sprach­ebe­ne) zu blei­ben und Slang (gon­na, wan­na, thru etc.), über­trie­ben infor­mel­le Spra­che, aber auch zu for­mel­le Wör­ter zu ver­mei­den. Für dei­nen arti­cle brauchst du meis­tens eine Über­schrift und eine kur­ze (!) Ein­lei­tung. Einen kur­zen Schluss­ab­satz kannst du schrei­ben, musst es aber meis­tens nicht. Auf kei­nen Fall soll­te der final para­graph rei­ne Wie­der­ho­lung („As I have alrea­dy poin­ted out / descri­bed / exp­lai­ned …“) sein, son­dern einen „Aus­blick“ bie­ten.

Ach­te beim Schrei­ben dar­auf, dass du die gefor­der­ten Inhalts­punk­te in der gege­be­nen Rei­hen­fol­ge jeweils in einem eige­nen Absatz (ers­te Zei­le ein­ge­rückt!) behan­delst. Falls mög­lich soll­te der ers­te Satz jedes Absat­zes (wie beim Auf­satz) den Inhalt des Absat­zes in all­ge­mei­ner Form zusam­men­fas­sen (topic sen­tence).

Beden­ke, dass du auch bei der Media­ti­on zei­gen sollst, dass du gut Eng­lisch kannst und einen ange­mes­sen gro­ßen Wort­schatz hast. Wenn es im Deut­schen z.B. um „all­ge­gen­wär­ti­ge Wer­bung“ geht, soll­te das im Eng­li­schen ent­spre­chend auch ubi­qui­tous adver­ti­sing sein und nicht nur adver­ti­sing that you can see ever­y­whe­re. Wie bei den Fra­gen zum Text gibt es Punk­te getrennt für Inhalt und Spra­che. Beim Inhalt geht es dar­um, ob du alle inhalt­lich rele­van­ten Punk­te erwähnst und nicht über etwas schreibst, wonach nicht gefragt ist. Außer­dem gehört zum Inhalt die Struk­tur, also z.B. ob du die ver­schie­de­nen Aspek­te / Argu­men­te sinn­voll dar­stellst und mit Hil­fe von con­nec­tives ver­bin­dest oder ob es ein Durch­ein­an­der ist, durch das man sich als Leser / Leh­rer erst­mal durch­wüh­len muss. Bei der Spra­che geht es wie immer um gram­ma­ti­ka­li­sche Rich­tig­keit und Aus­drucks­ver­mö­gen / Wort­schatz.

Die Wort­zahl – im baye­ri­schen Abitur „about 250 words“ – ermit­telst du (wie beim com­po­si­ti­on), indem du die Wör­ter in einer typi­schen Zei­le zählst und mit der Zahl der geschrie­be­nen Zei­len mul­ti­pli­zierst. Zäh­le NICHT alle Wör­ter ein­zeln von vor­ne durch!

Für die Kür­zung des Inhalts ist es meis­tens sinn­voll, kon­kre­te Bei­spie­le weg­zu­las­sen und statt­des­sen all­ge­mei­ner zu for­mu­lie­ren bzw. zusam­men­zu­fas­sen, manch­mal sind Bei­spie­le aber zum Ver­ständ­nis nötig.