„Tritt frisch auf, mach’s Maul auf – hör’ bald auf!“ (Martin Luther)

Damit das mit dem „bald“ bzw. „rechtzeitig“ Aufhören funktioniert, brauchst du unbedingt einen vernünftigen Wecker. Bitte respektiere das HEILIGE Recht der Schüler, dass nach spä­testens 45 (bzw. 90) Minuten Schluss ist. Besser ist es eh’, wenn du ein paar Minuten früher aufhörst, dann kannst du in Ruhe dein Zeug zusammen­packen, Fragen beantworten, mit Schülern kurz plaudern, veranlassen, dass die Tafel auch wirklich gewischt wird bzw. herumliegender Dreck aufgehoben wird und pünktlich mit dem Gong das Klassenzimmer ver­lassen. Die Schüler und der nachfolgende Kollege werden es dir danken!

Mich nervt es tierisch, wenn Kollegen ständig überziehen und es dann nicht mal für nötig befinden sich zu entschuldigen. Auch ein charmantes gehauchtes „Hach, du weißt doch, mit der Pünktlichkeit habe ich es nicht so“ geht mir gewaltig auf den Keks. Je länger ich draußen vor der Tür stehe, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ich meinen geplanten Stundenverlauf abändern muss. Wenn ich dann endlich anfangen kann, muss alles noch schneller als sonst gehen, die Schüler haben überhaupt keine Pause mehr zwischen den Stunden und alle sind (berechtigerweise) genervt.

Ich empfehle dir einen Funkwecker mit großen Display, die  gibt es immer mal wieder günstig z.B. bei ALDI, Lidl oder Tchibo:

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Normale Armbanduhren sind un­brauchbar; ständiges Auf-die-Uhr-Schauen stört. Die Uhr auf das Pult zu legen, bringt nicht viel: Man muss ziemlich nah am Pult bleiben und sich auffällig über die Uhr beugen, um überhaupt etwas zu erkennen. Wenn hingegen der Wecker auf dem Pult steht und die Ziffern mindestens ca. 2 cm hoch sind, kann man die Uhrzeit auch noch aus größerer Entfernung (an der Tafel, dem Overheadpro­jektor etc.) er­kennen. Die genaue Sekunden­anzeige ist hilf­reich, wenn es darum geht, noch einen neuen Satz anzufangen oder einfach die Klappe zu halten – meistens die bessere Lösung 😉

Anspielung in der Überschrift …