Die fol­gen­den „10 Merk­ma­le guten Unter­richts“ von Hil­bert Mey­er fin­de ich sehr nütz­lich um den eige­nen Unter­richt immer mal wie­der zu reflek­tie­ren:

  • Kla­re Struk­tu­rie­rung des Unter­richts (Prozess‑, Ziel- und Inhalts­klar­heit; Rol­len­klar­heit, Abspra­che von Regeln, Ritua­len und Frei­räu­men)
  • Hoher Anteil ech­ter Lern­zeit (durch gutes Zeit­ma­nage­ment, Pünkt­lich­keit; Aus­la­ge­rung von Orga­ni­sa­ti­ons­kram; Rhyth­mi­sie­rung des Tages­ab­laufs)
  • Lern­för­der­li­ches Kli­ma (durch gegen­sei­ti­gen Respekt, ver­läss­lich ein­ge­hal­te­ne Regeln, Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me, Gerech­tig­keit und Für­sor­ge)
  • Inhalt­li­che Klar­heit (durch Ver­ständ­lich­keit der Auf­ga­ben­stel­lung, Plau­si­bi­li­tät des the­ma­ti­schen Gangs, Klar­heit und Ver­bind­lich­keit der Ergeb­nis­si­che­rung)
  • Sinn­stif­ten­des Kom­mu­ni­zie­ren (durch Pla­nungs­be­tei­li­gung, Gesprächs­kul­tur, Sinn­kon­fe­ren­zen, Lern­ta­ge­bü­cher und Schü­ler feed­back)
  • Metho­den­viel­falt (Reich­tum an Insze­nie­rungs­tech­ni­ken; Viel­falt der Hand­lungs­mus­ter; Varia­bi­li­tät der Ver­laufs­for­men und Aus­ba­lan­cie­rung der metho­di­schen Groß­for­men)
  • Indi­vi­du­el­les För­dern (durch Frei­räu­me, Geduld und Zeit; durch inne­re Dif­fe­ren­zie­rung und Inte­gra­ti­on; durch indi­vi­du­el­le Lern­stands­ana­ly­sen und abge­stimm­te För­der­plä­ne; beson­de­re För­de­rung von Schü­lern aus Risi­ko­grup­pen)
  • Intel­li­gen­tes Üben (durch Bewusst­ma­chen von Lern­stra­te­gi­en, pass­ge­naue Übungs­auf­trä­ge, geziel­te Hil­fe­stel­lun­gen und „übe freund­li­che“ Rah­men­be­din­gun­gen)
  • Trans­pa­ren­te Leis­tungs­er­war­tun­gen (durch ein an den Richt­li­ni­en oder Bil­dungs­stan­dards ori­en­tier­tes, dem Leis­tungs­ver­mö­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler ent­spre­chen­des Lern­an­ge­bot und zügi­ge för­der­ori­en­tier­te Rück­mel­dun­gen zum Lern­fort­schritt)
  • Vor­be­rei­te­te Umge­bung (durch gute Ord­nung, funk­tio­na­le Ein­rich­tung und brauch­ba­res Lern­werk­zeug)

Inter­view mit Hil­bert Mey­er