Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium und ein bisschen Tango

PONS Online-Wörterbuch

Das PONS ist mei­ner Mei­nung nach der­zeit das mit Abstand bes­te zwei­spra­chi­ge online Lexi­kon. Um es mit ande­ren Lexi­ka ver­glei­chen zu kön­nen, neh­me ich row als Sub­stan­tiv. 

Das bei den Schü­lern belieb­tes­te Lexi­kon ist lei­der immer noch LEO, das m.E. mit Abstand schlech­tes­te:

leo

Die Rei­hen­fol­ge der Über­set­zun­gen ist völ­lig will­kür­lich (z.T. auch falsch, sie­he „der Spek­ta­kel“) und irre­füh­rend („die Flucht“, „die Spros­se“). Zusam­men­ge­hö­ren­de Bedeu­tun­gen (wie Lärm, Radau, Krach, Tumult) ste­hen nicht bei­sam­men. Die wich­tigs­te Bedeu­tung nach Rei­he, näm­lich Streit, taucht über­haupt nicht auf.

Nicht viel bes­ser ist Lin­guee:

linguee

Auch hier ein unstruk­tu­rier­tes Durch­ein­an­der von ver­schie­de­nen Bedeu­tun­gen, dar­un­ter aus­ge­spro­chen sel­ten benutz­te Wör­ter (wie „der Kra­keel“). Da sie völ­lig ohne Zusam­men­hang dar­ge­bo­ten wer­den, sind Über­set­zun­gen wie Spros­se (ein EDV Fach­be­griff) und Flucht (im Sin­ne von Rei­he) zumin­dest irre­füh­rend, Bat­te­rie scheint mir aller­dings völ­lig falsch zu sein.

Zum Schluss das PONS:

pons

Auf den ers­ten Blick fällt die Über­sicht­lich­keit (cla­ri­ty) auf, weil die ver­schie­de­nen Bedeu­tun­gen optisch klar getrennt wer­den.

Die Rei­hen­fol­ge der ange­bo­te­nen Über­set­zun­gen ent­spricht ihrer Bedeu­tung (rele­van­ce) und Häu­fig­keit (fre­quen­cy). Seltene(re) Bedeu­tun­gen kom­men ent­spre­chend erst wei­ter hin­ten. Fau­le Schü­ler neh­men ja meis­tens auto­ma­tisch die ers­te Über­set­zung und schau­en sich die ande­ren gar nicht erst an. Beim PONS ist die Wahr­schein­lich­keit, dass die Über­set­zung passt, deut­lich höher als bei den ande­ren Lexi­ka.

Dank der sign­posts wie (line), (street), (in suc­ces­si­on), (quar­rel) etc. kann man sich schnell ori­en­tie­ren und die gesuch­te Über­set­zung fin­den.

Als ein­zi­ges Lexi­kon zeigt das PONS die Aus­spra­che eines Wor­tes an, so dass man erkennt (vor­aus­ge­setzt man beherrscht die Laut­schrift), dass row (Rei­he) anders aus­ge­spro­chen wird als row (Streit).

Sehr gut ist auch, dass es nicht nur wie bei LEO Wort­glei­chun­gen gibt (row = Schlan­ge), son­dern Phra­sen bzw. Kol­lo­ka­tio­nen prä­sen­tiert wer­den (rows and rows of cars = lan­ge Auto­schlan­gen).

Nütz­lich sind auch die „Bei­spie­le aus dem Inter­net“, sowie der Hin­weis, dass die Über­set­zun­gen „nicht von der PONS Redak­ti­on geprüft“ wur­den.

Wäh­rend bei den ande­ren Lexi­ka die Spros­se völ­lig unkom­men­tiert auf­taucht (und man an die Spros­sen­wand denkt), wird hier (bei 5.) durch COMPUT (set of data ele­ments) deut­lich gemacht, dass es sich um einen Fach­be­griff han­delt.

Zusätz­lich glänzt das Lexi­kon mit Aus­spra­che-Alter­na­ti­ven und gram­ma­ti­ka­li­schen Infor­ma­tio­nen:

row

Schließ­lich fin­de ich auch das moder­ne, dezen­te Lay­out sehr anspre­chend.

Fazit: Wenn du ein­zel­ne Wör­ter online in einem zwei­spra­chi­gen Lexi­kon „nach­schla­gen“ möch­test, soll­test du das ab sofort nur noch im PONS machen.

Wenn du gan­ze Sät­ze bzw. Text über­set­zen möch­test, emp­feh­le ich dir DeepL.

 

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  1. Robert

    Da ist aus unse­rem kur­zen Aus­tausch über ein­spra­chi­ge Wör­ter­bü­cher ja noch ein gan­zer Blog-Bei­trag gewor­den. Erneut eine schö­ne Zusam­men­fas­sung.

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