Jochen Lüders

Englisch & Sport am Gymnasium ... und ein bisschen Tango

Collins COBUILD

Das Col­lins COBUILD ist ein rich­tig gutes Lexi­kon, wenn sie ein paar Sachen noch ver­bes­sern, könn­te es m.E. sogar bald das BESTE learner’s dic­tion­a­ry sein.

Ich ver­glei­che im Fol­gen­den das COBUILD mit dem OALD und dem Mac­mil­lan Dic­tion­a­ry, als Bei­spiel neh­me ich appro­ve.

Der ganz gro­ße Vor­teil des COBUILD [pas­sen­der wäre eigent­lich CEFL = Col­lins Eng­lish for Lear­ners, aber unter der Such­box steht Brow­se the COBUILD Dic­tion­a­ry] ist die Tat­sa­che, dass es Über­set­zun­gen angibt, aller­dings lei­der nur für eine ein­zi­ge Bedeu­tung, aber immer­hin. Prak­tisch wäre es, wenn man EINE Spra­che aus­wäh­len könn­te und nicht die gan­ze Lis­te mit Thai, Ukrai­nisch und Viet­na­me­sisch hät­te.

Völ­lig über­flüs­sig für Ler­nen­de fin­de ich hin­ge­gen die Word usa­ge trends. Man kann die­se Kur­ve ja ger­ne anzei­gen, nur m.E. bes­ser ganz am Ende des Ein­trags und dann auch noch optio­nal zum Ein- und Aus­blen­den wie beim OALD die Syn­onyms, Word ori­gin und Extra examp­les. 

Gut gelöst fin­de ich dage­gen (rechts oben) die Anzei­ge der Word Fre­quen­cy mit den 5 Krei­sen / Ova­len (?), das Mac­mil­lan mit den Ster­nen ist auch klar, das OALD mit sei­nem eher kryp­ti­schen Schlüs­sel-Sym­bol ist da nicht so gut.

Schlecht fin­de ich hin­ge­gen, dass die Latest New Word Sub­mis­si­ons so pro­mi­nent pla­ziert sind. Das sind ja alles „user-gene­ra­ted“ Neo­lo­gis­men, die gehö­ren (wie beim Mac­mil­lan „Open Dic­tion­a­ry“) ganz ans Ende des Ein­trags. Auch die Soci­al Media Schalt­flä­chen neh­men wert­vol­len Platz ein, das ist beim OALD am bes­ten gelöst.

Das mit Abstand schlech­tes­te Fea­ture sind aber die Rela­ted Terms. Für mich völ­lig unver­ständ­lich wer­den da „0 Results“ ange­ge­ben. Man ver­glei­che dies mit den Syn­onyms beim OALD (accept – appro­ve – go along with somebody/something – con­sent) und dem The­sau­rus beim Mac­mil­lan. Her­vor­ra­gend beim Mac­mil­lan auch die Col­lo­ca­tes (Adverbs fre­quent­ly used with appro­ve: hear­ti­ly, tho­rough­ly, warm­ly, who­lehe­ar­ted­ly) und Get It Right!

Bekannt­lich lernt man den Gebrauch von Wör­tern weni­ger durch Defi­ni­tio­nen son­dern durch Bei­spie­le. In die­ser Hin­sicht ist das OALD mit sei­nen Extra examp­les unschlag­bar.

Bezüg­lich der Aus­spra­che fin­de ich das OALD bes­ser, weil da BrE und NAmE ange­ge­ben sind und man nicht erst wie beim Col­lins das Lexi­kon wech­seln muss (außer­dem fehlt beim Col­lins der Beto­nungs-Apo­stroph vor dem ‚p‘).

Fazit: Alle drei sind her­vor­ra­gen­de Lexi­ka mit Stär­ken und Schwä­chen, die Tat­sa­che, dass das Col­lins zumin­dest eine Über­set­zung angibt, macht es für unse­re Schü­ler sehr attrak­tiv, denn dann müs­sen sie ein Wort nicht noch extra in einem zwei­spra­chi­gen Lexi­kon wie PONS  „nach­schla­gen“.

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  1. Robert

    Dan­ke für den Arti­kel und die schö­ne Zusam­men­fas­sung. Für mich bleibt das Mac­mil­lan Dic­tion­a­ry aber nach wie vor unge­schla­gen in punc­to Über­sicht­lich­keit und Nut­zer­freund­lich­keit. Die Col­lo­ca­tes sind nütz­lich und die direk­te Ein­bin­dung des The­sau­rus (mit Vor­schau und bei Bedarf schnell erle­dig­tem Klick auf den aus­führ­li­chen Bei­trag) ist unschlag­bar und auf die Art weder beim OALD oder dem Col­lins zu fin­den. Das Fea­ture mit der Über­set­zung beim Col­lins ist zwar nett gemeint, aber mit ledig­lich einem Wort­vor­schlag wenig prak­ti­ka­bel. Man gibt sich lan­ge Mühe, den SuS bei­zu­brin­gen, in zwei­spra­chi­gen Wör­ter­bü­chern alle Wort­vor­schlä­ge anzu­schau­en und die rich­ti­ge Ent­spre­chung zu wäh­len und dann neh­men sie beim Col­lins das Erst­bes­te. Spä­tes­tens bei Homo­ny­men wird es also kom­pli­ziert, wenn die SuS auf die Über­set­zung „Rei­he“ ver­trau­en und mög­li­cher­wei­se das Rudern gemeint ist. http://www.collinsdictionary.com/dictionary/english-cobuild-learners/row

    • > Die Col­lo­ca­tes sind nütz­lich […] weder beim OALD oder dem Col­lins zu fin­den.

      Stimmt!

      > Man gibt sich lan­ge Mühe […] beim Col­lins das Erst­bes­te.

      Auch da gebe ich dir Recht. Ich weiß nicht, wie es bei dei­nen Schü­lern ist, aber mei­ne schau­en ein­fach nicht mehr in ein­spra­chi­ge Lexi­ka, son­dern nur noch ins zwei­spra­chi­ge. Und da sehe ich Col­lins auf dem rich­ti­gen Weg, näm­lich die bis­lang völ­lig getrenn­ten ein- und zwei­spra­chi­gen Lexi­ka zusam­men­zu­brin­gen. Und mit „wenn sie ein paar Sachen noch ver­bes­sern“ mei­ne ich vor allem, dass sie für ALLE eng­li­schen Bedeu­tun­gen (sie­he dein Bei­spiel ‚row‘) deut­sche Über­set­zun­gen anbie­ten soll­ten.

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